Schon immer war es ein Anliegen des Vereins, die Jugend zu fördern und „aufs Pferd“ zu bringen. Dies geht jedoch nicht ohne geeignete Schulpferde. Das perfekte Schul- oder Lehrpferd muss allerdings auch etwas von einer eierlegenden Wollmilchsau an sich haben.

Es darf nicht zu groß und nicht zu klein sein, damit sowohl kleine als auch große, leichte und schwere Reiter darauf lernen können. Es muss gesund im Rücken und an den Beinen sein, denn obwohl es immer Ziel des Reiters ist, das Pferd durch die Reiterei gesund zu erhalten, ist dies für einen Anfänger zunächst noch unmöglich. Es muss geduldig sein und nicht bei jeder - zu Beginn der Reiterkarriere noch – unkoordinierten Bewegung des Reiters mit Antraben, Galopp oder sogar Buckeln reagieren. Es muss fein und sensibel sein, um auch dem fortgeschrittenen Reiter die Möglichkeit zu bieten, sich in der Dressur über den Reiterwettbewerb zur E-Dressur, bis zur A-Dressur oder zu noch höheren Klassen zu entwickeln und feineres Reiten zu lernen.

Das perfekte Lehrpferd muss immer den Überblick behalten und dafür sorgen, dass es seinen Reiter nicht verliert. Im Zweifel muss es auch selbst entscheiden, ob es wirklich sinnig ist, im vom Reiter gewünschten Schneckentempo über einen Sprung zu galoppieren oder ob nicht vielleicht doch mehr Schwung von Nöten ist.

Im Idealfall ist ein Schulpferd für Longenunterricht, Voltigieren, Dressur und Springen geeignet und sowohl auf dem Turnier, im Gelände als auch im Straßenverkehr brav, sicher und zuverlässig.

Unserem Verein ist es über die Jahre immer wieder gelungen, Schul- und Lehrpferde zu finden, die den oben genannten Anforderungen entsprechen. Diese Pferde waren teils von Privat zur Verfügung gestellt, teils im Rahmen einer Reitbeteiligung gemietet und teils aber auch im Eigentum des Reitvereins.

Die Pferde, die aktuell ihren Lehrerdienst im Verein verrichten und teilweise sogar Ihr gesamtes „Berufsleben“ als Reitausbilder verbracht haben, sind:

Felix:
Ein brauner und kräftiger Wallach, der ca. 2002 im Alter von 4 Jahren direkt vom Züchter in den Verein kam. Als junges Pferd sorgte er oft für Leben in der Reitstunde und orientierte sich beim Unsinn machen gerne an seinem großen Vorbild Jonny. Inzwischen ist Felix älter, ruhiger und weiser. Und obwohl er bei Tierarzt und Hufschmied ein kleiner Angsthase ist, können sich seine Reitschüler immer darauf verlassen, dass er dort, wo es darauf ankommt - nämlich in Reithalle und auf dem Platz - die Ruhe in Person ist.

Laron:
Ein großer Fuchswallach, der von Gerold Leuser als Lehrpferd zur Verfügung gestellt wird. Laron ist mit über 20 Jahren unser Senior und trotz seines Alters ein zuverlässiges Springpferd, der weiß, wie es richtig gemacht wird. Er war mit Reitschülern sowohl in E- und A-Springen erfolgreich, als auch im NOK-Cup platziert. Neben dem Springen sind seine Lieblingsbeschäftigungen über den Koppelzaun mit Stuten flirten und die anderen Wallache in der Herde aufmischen.

Flöckchen:
Eine freche Schimmel-Stute mit Schalk im Nacken. Das Pony kam im Februar 2012 in den Verein. Sie selbst hält sich nicht für ein Springtalent und findet sogar Stangen auf dem Boden meistens doof. Abhängig von ihrer Tagesform kann sie aber auch Reitschüler und Reitlehrer damit überraschen, dass sie über Stangen trabt, als würde sie niemals etwas anderes machen. Obwohl Flöckchen sehr frech und aufdringlich sein kann, ist sie auf Turnieren absolut zuverlässig und ein Garant für hohe Platzierungen, so dass sie immer mit Schleifen nach Hause kommt.

Campeador:
Ist seit 2014 als Lehrpferd im Einsatz. Campi (oder Campes) ist ein dunkelbrauner Wallach der Rasse PRE (Pura Raza Espanola). Er ist auf Grund seines Aussehens und seines netten Wesens sehr beliebt. Er hat einen großen Vorwärtsdrang und ist immer flott unterwegs. Seit der letzten Saison ist er ein echer Schleifengarant auf dem Turnier.

Golden Hope:
Ist erst seit März 2016 im Reitverein. Hopi ist eine braune Stute und hat – wie auch ihr Name schon vermuten lässt – einen goldenen Schimmer im Fell.
Ihre Stärken als hervorragendes Lehrpferd im Springunterricht hat sie bereits beweisen können. Sie stellt sich sowohl auf erfahrene Reiter, als auch auf Einsteiger ein und gibt den Reitern ein gutes Springgefühl. An der Longe mit unseren jüngsten Reitern ist sie gelassen und zuverlässig. Dagegen fordert sie in der Box jedoch einen energischen und konsequenten Umgang ein und erzieht Ihre Reitschüler damit nicht nur beim Reiten sondern auch am Boden im Stall.

Daria-Mia:
Auch Mia ist erst seit April 2016 Mitglied des „pferdigen Lehrkörpers“ in unserem Reitverein. Mia ist sieben Jahre alt und möchte mal ein Schimmel werden. Sie ist eine große Stute, die sich in ihrem ersten Jahr bereits als williges und gelassenes Pferd gezeigt hat. Sie geht mit Reitern von unterschiedlichstem Niveau unbeirrt und wie am Schnürchen in gleichmäßigem und gelassenem Takt. Gleichzeitig ist sie nicht langweilig, sondern auch für fortgeschrittene Reiter, die ihre eigenen Stärken in der Dressur sehen, ein interessantes Lehrpferd.

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